Polnische Zwiebeln wachsen vor allem im Zentrum des Landes, Pommern ist in diesen Statistiken eine Randnotiz. Laut den Daten des polnischen Statistikamts GUS werden Freilandzwiebeln in der ganzen Woiwodschaft Pommern auf rund 531 Hektar angebaut, und fast die Hälfte davon, rund 250 Hektar, sind unsere Felder in den Żuławy (Weichselwerder). In diesem Beitrag zeigen wir, was die Zahlen über Zwiebeln in der Region sagen und warum diese Seltenheit für die Abnehmer ein Vorteil ist.
Wo die polnischen Zwiebeln wirklich wachsen
Die Zwiebelkarte des Landes sieht seit Jahren ähnlich aus. Laut den Daten der ARiMR, der polnischen Agrarzahlstelle, wurden Zwiebeln in Polen 2025 auf rund 22 300 Hektar angebaut, klarer Spitzenreiter ist die Woiwodschaft Kujawien-Pommern mit über 9 500 Hektar. Danach zählen Großpolen und Zentralpolen. Dort sitzen die Tradition, das Dienstleistungsumfeld und die meisten großen Anbaubetriebe.
Pommern existiert in dieser Aufstellung fast nicht. Rund 531 Hektar Freilandzwiebeln in der ganzen Woiwodschaft sind weniger als 3 Prozent der Landesfläche. In der Praxis heißt das: In unserer Gegend baut kaum jemand Zwiebeln im marktfähigen Maßstab an, und wir tun es auf rund 250 Hektar, also fast die Hälfte der gesamten Zwiebelfläche der Woiwodschaft.
Der Ordnung halber: Die Flächendaten stammen aus der öffentlichen Statistik (GUS, ARiMR) und ändern sich von Jahr zu Jahr. Das Ausmaß des Missverhältnisses bleibt aber konstant: Zwiebeln sind in Pommern eine Nische, und die Żuławy sind in dieser Nische die Ausnahme.
Die Zahlen: Region gegen unseren Betrieb
Das Interessanteste an den GUS-Daten sind nicht die 531 Hektar, sondern die Erträge. Der durchschnittliche Ertrag von Freilandzwiebeln in der Woiwodschaft Pommern liegt laut dieser Statistik bei 276 Dezitonnen je Hektar, also knapp 28 Tonnen. Wir ernten rund 60 Tonnen Zwiebeln je Hektar, mehr als das Doppelte des regionalen Durchschnitts.
| Parameter | Woiwodschaft Pommern (GUS) | Agro-Malz |
|---|---|---|
| Zwiebelfläche | ca. 531 ha | ca. 250 ha |
| Durchschnittsertrag | ca. 27,6 t/ha | ca. 60 t/ha |
| Verfügbarkeit der Ware | vor allem nach der Ernte | ganzjährig, Lager für 13 000 t |
| Reichweite der Abnehmer | lokal | Packbetriebe und Verarbeiter in Polen und Europa |
Dieser Ertragsunterschied kommt nicht aus einer einzigen Sache. Er setzt sich zusammen aus Boden, Sorten, Beregnung, Präzisionslandwirtschaft und daraus, dass Zwiebeln unsere Kernspezialisierung sind und kein Anhängsel anderer Kulturen.
Warum es in Pommern fast keine Zwiebeln gibt
Zwiebeln sind eine anspruchsvolle Kultur: Sie brauchen guten Boden, Technik, Wissen und die Infrastruktur zum Trocknen und Lagern. Wo viel davon angebaut wird, profitiert ein Betrieb von der Erfahrung der Nachbarn, von lokalen Dienstleistern und vom Maschinenmarkt. In Pommern gab es dieses Ökosystem nie, die Eintrittshürde ist also alles auf einmal: von der Agrotechnik bis zum Lager.
Wir sind vor über einem Jahrzehnt mit 2,5 Hektar in die Zwiebeln eingestiegen, vor allem, um die Fruchtfolge zu erweitern und den Betrieb nicht allein auf Getreide zu stützen. Mit der Zeit zeigte sich, dass die Bedingungen der Żuławy den Zwiebeln mehr geben, als irgendjemand angenommen hatte, und die Fläche wuchs auf die heutigen rund 250 Hektar. Den ganzen Weg beschreiben wir im Beitrag über den Zwiebelanbau in den Żuławy.
Die Żuławy sind die Ausnahme, weil die Marschböden den Unterschied machen
Dass Zwiebeln in Pommern praktisch nicht vorkommen, heißt nicht, dass hier die Bedingungen fehlen. Es ist genau umgekehrt: Die Marschböden der Żuławy sind alluviale Böden mit hohem Humusgehalt, in ihren Parametern vergleichbar mit den holländischen Poldern, auf denen die europäische Zwiebelmacht gewachsen ist. Der Unterschied ist, dass diese Böden in Holland seit Jahrzehnten mit Zwiebeln bestellt werden, während in den Żuławy über Jahre Getreide und Raps dominierten.
Mehr zu diesem Vergleich schreiben wir im Beitrag über polnische und holländische Zwiebeln. Die Kurzfassung ist einfach: Wir spielen auf ähnlichem Boden, mit derselben Sortengenetik und vergleichbarer Technologie, nur auf der günstigeren Seite der Grenze.
Was die Seltenheit der Region für den Abnehmer bedeutet
Für den Einkäufer übersetzt sich unsere Position in Pommern in Konkretes. Erstens die Logistik: Wir sitzen bei der Dreistadt, nah an den Häfen, der Umgehungsstraße und den Märkten Nordpolens, die Zwiebeln müssen also nicht durchs halbe Land fahren. Zweitens die Größe an einem Ort: Rund 250 Hektar Zwiebeln und ein Lager für 13 000 Tonnen erlauben es, große, wiederholbare Volumen bei einem einzigen Lieferanten zu kontrahieren, statt die Ware bei vielen kleinen einzusammeln. Drittens die Qualität: Wir produzieren nach der Integrierten Pflanzenproduktion, in einer Technologie ohne Pestizidrückstände, mit den Zertifikaten GlobalG.A.P. und GRASP.
Wenn du einen Lieferanten für Großhandelszwiebeln in Pommern oder überhaupt in Polen suchst, sieh dir unser Zwiebelangebot an und schreib uns über die Kontaktseite. Wir antworten konkret: Volumen, Kaliber, Termine.
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