Zwiebel-Workshops sind keine Show fuer den schoenen Schein. Es ist ein Tag, an dem wir Partner auf unser Feld und in unser Lager einladen, Sorten in der Praxis zeigen und gemeinsam die Saison in ihre Bestandteile zerlegen. Das machen wir jedes Jahr. In diesem Beitrag erklaeren wir, wozu diese Treffen dienen, was wir dort zeigen und warum das fuer einen Abnehmer, der einen verlaesslichen Lieferanten sucht, ein wichtiges Signal ist.
Was Zwiebel-Workshops sind
Zwiebel-Workshops sind Branchentreffen rund um eine einzige Kultur: die Zwiebel. Hier kommen Erzeuger, Sortenzuechter, Saatgutfirmen und Technologielieferanten zusammen. Man schaut sich Sorten auf dem Feld an, spricht ueber Pflanzenschutz, Duengung, Ernte und Lagerung und vergleicht danach die Ergebnisse.
In Polen organisieren solche Treffen meistens Saatgutfirmen auf ihren Schauflaechen. Wir machen es anders: Gastgeber sind wir, und die Schauflaeche ist unser echtes Produktionsfeld im Werder. Das ist der Unterschied zwischen einer Vorfuehrung und der Praxis.
Warum wir sie durchfuehren
Die Zwiebel ist unsere Anbauperle. Wir sind in der siebten Saison, und die Flaeche ist von 2,5 ha auf rund 150 ha gewachsen. Im Werder wird die Zwiebel kaum angebaut, das Wissen darueber ist hier also nicht weit verbreitet. Jemand musste es hier von Grund auf aufbauen. Wir haben es bei uns aufgebaut und wollen es nicht in einem einzigen Betrieb einschliessen.
Die Workshops bringen drei Dinge auf einmal. Erstens teilen wir, was bei uns funktioniert hat und was nicht. Zweitens lernen wir selbst dazu, denn jeder Teilnehmer bringt sein Stueck Erfahrung mit. Drittens bauen wir rund um die Zwiebel eine Gruppe auf, die aehnlich ueber Qualitaet denkt. Das staerkt unsere Stellung im Zwiebelsektor der Region.
Wir machen die Workshops auf unserem eigenen Produktionsfeld, nicht auf einer Demoflaeche. Der Teilnehmer sieht die Zwiebel unter den Bedingungen, unter denen sie wirklich waechst und unter denen wir wirklich ernten.
Was wir auf dem Feld und im Lager zeigen
Wir fuehren die Workshops durch die gesamte Kette, vom Boden bis zur Palette. Wir reden nicht im Saal darueber, sondern zeigen es vor Ort.
| Etappe | Was wir zeigen |
|---|---|
| Boden | Werder-Marschboeden, Parameter aehnlich den niederlaendischen Poldern |
| Sorten | gelbe Zwiebel Hybelle und Hysinger F1, rote Zwiebel Redtide F1 |
| Pflanzenschutz | Integrierte Pflanzenproduktion, 2025 Test einer Punktspritze |
| Ernte | Arbeit mit dem selbstfahrenden Zwiebelroder, zwei Reihen auf einmal |
| Lagerung | Lager fuer 1300 Tonnen und automatisierte Verpackungslinie |
Auf dem Feld sprechen wir darueber, warum wir genau diese Sorten fuer unser Klima und unseren Abnehmer ausgewaehlt haben. Im Lager zeigen wir das Nachtrocknen und Sortieren, denn ueber das Saisonergebnis entscheidet oft nicht der Ertrag selbst, sondern der Zustand, in dem die Zwiebel in der Packstation ankommt. Wie wir das im Alltag machen, beschreiben wir im Leitfaden zum Zwiebelanbau im Werder und im Beitrag zur Zwiebellagerung.

Was wir bei den Workshops selbst lernen
Man denkt leicht, dass der Gastgeber nur lehrt. Bei uns ist es anders. Die nasse Saison 2025 zwang uns zu Mikrodosen im Pflanzenschutz und zu bis zu einem Dutzend Herbizidbehandlungen, denn die Zwiebel haelt den Boden die ganze Saison ueber offen. Ueber solche Dinge spricht man am besten mit Leuten, die dasselbe Problem auf ihrem eigenen Feld haben.
Deshalb verstehen wir die Workshops in beide Richtungen. Wir zeigen unsere Maschinen und unsere Arbeitsweise, hoeren aber auch zu, wie andere mit dem Unkrautdruck, dem Nachtrocknen bei Meeresklima oder der Sortenwahl fuer einen bestimmten Abnehmer umgehen. Einen Teil dieser Technik kann man in unserem Maschinenpark sehen.
Was das fuer den Zwiebelabnehmer bedeutet
Fuer den Kaeufer sind die Workshops keine Kuriositaet, sondern ein Signal. Ein Lieferant, der jedes Jahr die Branche auf sein Feld einlaedt und die Saison offen darlegt, hat nichts zu verbergen. Er zeigt, dass er weiss, was er tut, und dass er es wiederholbar tut.
Unsere Zwiebel geht an Marktfuehrer wie Onix, Farm Frites und FreshPol, Partner, die die groessten Handelsketten und Verarbeitungsbetriebe in Polen und Europa beliefern. Solche Abnehmer pruefen einen Lieferanten, bevor sie einen Vertrag unterschreiben. Offene Workshops, die Zertifikate GlobalG.A.P. und GRASP sowie das eigene Lager sind fuer sie der Beweis, dass hinter der Lieferung ein Hof steht und kein Zwischenhaendler ohne Rueckgrat. Wie die Zusammenarbeit im Handel bei uns aussieht, beschreiben wir im Beitrag zur Zwiebel im Grosshandel aus dem Werder.
Haeufige Fragen
Was sind Zwiebel-Workshops?
Es sind Branchentreffen rund um den Zwiebelanbau, bei denen man Sorten auf dem Feld anschaut und ueber Pflanzenschutz, Ernte und Lagerung spricht. Bei uns ist der Gastgeber der Hof, und die Schauflaeche ist ein echtes Produktionsfeld im Werder.
Wie oft veranstaltet ihr Zwiebel-Workshops?
Wir veranstalten sie jedes Jahr, mit Partnern aus der Branche. Wir sehen sie als festen Bestandteil davon, Wissen zu teilen und eine Gruppe von Erzeugern aufzubauen, die aehnlich ueber Qualitaet denkt.
Kann ich euren Zwiebelanbau sehen?
Ja, am besten beginnt man mit einem Kontakt. Die Bedingungen fuer Zusammenarbeit und Besuche stimmen wir individuell ab. Schreiben Sie uns ueber die Kontaktseite.
Welche Zwiebelsorten zeigt ihr?
Wir zeigen unsere Produktionssorten: die gelbe Zwiebel Hybelle und Hysinger F1 sowie die rote Zwiebel Redtide F1, unter den Bedingungen, unter denen wir sie wirklich anbauen.
Suchen Sie einen Zwiebellieferanten, der weiss, woher sein Ertrag kommt? Sehen Sie sich das Zwiebelangebot an oder schreiben Sie uns ueber die Kontaktseite.



